Mythos „Nur ein kurzweiliger Trend“

Heute stellen wir Ihnen den vierten Teil aus der Serie „Mythen des Home Stagings“ von und mit Ingo Kersten, Inhaber der Firma „Agentur Homemade“, Lübeck, DGHR Home Staging Professional und Mitglied im Berufsverband der DGHR, vor.

In unserer Reihe „Mythen des Home Stagings“ greifen wir weit verbreitete Vorurteile auf und zeigen, dass sich die professionelle Immobilienaufbereitung für eine gute und effektive Vermarktung  auf jeden Fall lohnt.

Mythos 4: Nur ein kurzweiliger Trend!

Waren Sie bisher der Ansicht, Home Staging wäre ein neumodischer Trend, der sich nicht durchsetzen wird?

Tatsächlich wird die professionelle Aufbereitung von Immobilien bereits seit über 40 Jahren erfolgreich praktiziert. Entwickelt wurde diese verkaufsfördernde Maßnahme Anfang der 1970er Jahre von der US-amerikanischen Maklerin Barb Schwarz. In den USA werden heutzutage kaum noch Immobilien verkauft, die nicht vorher noch einmal „in die Maske“ mussten.

Jetzt mag der eine oder andere vielleicht denken, der Markt in den USA sei ein gänzlich anderer und tatsächlich unterscheidet sich das Umzugsverhalten eines Amerikaners erheblich von dem eines Deutschen. Allerdings gibt mindestens einen gemeinsamen und ganz entscheidenden Nenner: der Faktor Mensch, der sich innerhalb von maximal acht Sekunden seinen ersten Eindruck bildet. Eine Immobilie, die nicht ansprechend präsentiert wird, hat es auf dem Markt immer schwerer, einen neuen Käufer zu finden, als ein aufbereitetes Objekt — egal ob Los Angeles, London, Ludwigslust oder Lübeck.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Home Staging in Deutschland in zwei Jahren seinen bereits 10. Geburtstag feiern wird. Im Jahr 2007 brachte Iris Houghton — heute 1. Vorstand des Berufsverbandes Deutscher Home Stager (DGHR e.V.) — Home Staging nach Deutschland. Sie gilt als Vorreiterin und als eine der erfolgreichsten Home Stager in Deutschland.

Auch der deutsche Berufsverband kann inzwischen auf ein langjähriges Bestehen zurückblicken: nach einer Idee von Tina Humburg wurde der Verband im Jahr 2010 gegründet und zählt heute über 220 aktive Home Stager (Stand: Januar 2015), wobei es noch erhebliche regionale Unterschiede in der Verbreitung und der Akzeptanz gibt. Während Home Staging im Süden und Westen Deutschlands schon sehr gut wächst und gedeiht, ist die professionelle Immobilienaufbereitung in den nördlichen und östlichen Bundesländern noch nicht weit verbreitet.

Zunehmende Medienpräsenz in Print und TV (z. B. Mieten – Kaufen – Wohnen) zeugt jedoch von einem stetig wachsendem Interesse an diesem Bereich und wird Home Staging in Deutschland in den kommenden Jahren zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für privater Immobilienverkäufer, Vermieter, Makler und Bauträger machen.

Home Stager:

Ingo Kersten I


Ingo Kersten
www.agentur-homemade.de
Besuchte Schulung: November 2014